BRÜCKENVERSCHUB AUF GROßBAUSTELLE
Massiver Stahl – 400 Tonnen schwer und 74 Meter lang. Dies sind die beeindruckenden Angaben der Brückenträger für die neue Saarbrücke der Großbaustelle an der A8 dem Autobahndreieck Saarlouis.
Weit im Vorfeld lief die Planung und Durchführung der gesamten Transportlogistik und des Brückenverschubs für diese logistische Herausforderung.
Zahlreiches Equipment kam hier zum Einsatz, um die einzelnen Brückenelemente zur Großbaustelle zu transportieren, die Brückenträger landseitig zu bewegen, einzuschwimmen und abschließend auf die Lager der Stützen abzusetzen.
Angepasst an die einzelnen Brückenelemente waren hier eine 4-Achs Zugmaschine mit 14-Achs Hochbett, eine 4-Achs Zugmaschine mit 12-Achs Hochbett und ein 10-Achs-, 8-Achs und 6-Achs Semitieflader zusätzlich im Einsatz.
Vorort wurden die einzelnen Brückenelemente zu zwei Brückenträgern zusammengeschweißt.
Anschließend konnten die Brückenträger durch die eingesetzten SPMTs (Self-propelled modular transporter) und Schwimmpontons auf die neuen Brückenlager eingehoben werden.
Zum Einsatz kamen 2×4-Achsen und 2×6-Achsen parallel gekoppelter SPMTs mit PowerPack. Bevor diese jedoch ihre eigentliche Arbeit beginnen konnten, war viel Vorbereitungsarbeit zu leisten, wie das Heben der Brückenträger, das Umsetzen der Trestle-Stützen auf den Pontons und das „Hochstapeln“.
Es wurde eine bestimmte Höhe benötigt, um die Brückenträger auf den Trestle-Stützen der Pontons absetzen zu können. So wurden die Brückenträger, die noch auf den Fundamentplatten und den Holzträgern lagerten und nicht die benötige Höhe aufwiesen, von den SPMTs mittels hydraulischem hochstapeln nach und nach auf die Höhe angehoben. Die Fundamentplatten und Holzträger konnten entfernt werden, da die Brückenträger nur noch von den SPMTs getragen wurden.
Der SPMT samt Brückenträger bewegte sich langsam Richtung Ufernähe, wo bereits das erste der zwei Pontons wartete, um ihn zu übernehmen. Weit über die Kaikante gefahren und sicher auf den ersten Stützen des Pontons geladen, wurde das zweite Ponton mittels Schubschlepper eingeschwommen, sodass der Brückenträger später nur noch komplett auf den Trestle-Stützen der Pontons lag, und nicht mehr landseitig von den SPMTs getragen wurde.
Nun konnte der schwimmende Brückenträger auf die Höhe der V-Stützen der Brücke gefahren und abschließend auf die Lager abgesetzt werden.
Dieses außergewöhnliche und aufwendige Schauspiel wurde jeweils für beide Brückenträger durchgeführt. Für diesen Brückenverschub, musste für die Schifffahrt der Saar in diesem Bereich eine komplette Woche gesperrt werden.
Das Projekt ist abgeschlossen. Alle Träger an ihrem Ziel, die Arbeiten an der A8, dem Autobahndreieck Saarlouis können weitergehen und die Schiffe auf der Saar fahren wieder 😉
EINFACH. MEHR. BEWEGEN.
KAHL GROUP










